Was wir alle für die Demokratie tun können - Eva Kirbisch vom Bündnis "Wir für Demokratie" (Sendung vom 03.05.26)
Shownotes
Heute blicken wir einmal in unsere Nachbarstadt Langenfeld und sprechen darüber, was wir als ganz normale Menschen eigentlich für die Demokratie und den Zusammenhalt unternehmen können. Demokratie ist nämlich mehr als hin und wieder zu einer Wahl zu gehen.
Was man da zum Beispiel unternehmen kann, besprechen wir in dieser Sendung mit Eva Kirbisch vom Bündnis "Wir für Demokratie in Langenfeld". Dabei sprechen wir natürlich auch über Solingen und darüber, wie man die Ideen und die Energie, die hier aus Langenfeld kommen, auch auf andere Kommunen übertragen kann.
Mehr zum Bündnis: https://xn--wir-fr-demokratie-62b.org/
Die nächste Sendung läuft am Sonntag den 07.06.2026 wieder um 19:04 Uhr auf Radio RSG.
**Zum Format: **
19null4 läuft seit Jahrzehnten an jedem ersten Sonntag im Monat um 19:04 Uhr auf Radio RSG. Die Folgen mit verschiedenen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft finden sich jetzt auch nach der Ausstrahlung hier und überall, wo es Podcasts gibt!
Inhaltlich geht es um Politik und Demokratie, aber auch um die Stadt Solingen und Fragen des Alltags.
Moderiert wird das Format vom 25-jährigen Marc Hamacher aus Solingen, Host des Podcast-Formats "Deutschland Deine Demokratie".
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00:00:00: Herzlich Willkommen zum Radiomagazin, Neunzehn-Nullvier.
00:00:04: Sie haben jetzt die Sendung, die am dritten Mai um neunzehntnur vier bei Radio RSG lief.
00:00:09: Ohne Musik aber mit allen Inhalten!
00:00:12: Viel Spaß!
00:00:14: Guten Abend liebe Hörerinnen und Hörern und herzlich willkommen zum Radiommagazine Neunzenuhnvier das jeden ersten Sonntag im Monat zu dieser Zeit stattfindet.
00:00:23: Mein Name ist Mark Hamacher und ich spreche hier einmal ein Monat mit spannenden Gästen über Themen rund um Demokratie Politik und Solingen.
00:00:30: Heute blicken wir einmal in unsere Nachbarstadt Langenfeld und sprechen darüber, was wir als ganz normale Menschen denn jetzt eigentlich für die Demokratie und den Zusammenhalt unternehmen können.
00:00:39: Demokratie ist nämlich mehr als nur hin- und wieder zu einer Wahl zu gehen.
00:00:43: Was man zum Beispiel unternehmen kann besprechen wir jetzt mit Eva Kirbisch vom Bündnis Wir Für Demokratie In Langfeld.
00:00:50: Dabei sprechen wir natürlich auch über Solingen und wie man die Ideen und Energie, die hier aus Langfeld kommt, auf andere Kommunen übertragen kann.
00:00:59: Herzlich Willkommen hier bei Nerzehn-Nulvier, Frau Eva Kirbisch.
00:01:04: Ja vielen Dank für die freundliche Einladung.
00:01:06: ich bin sehr froh hier zu sein.
00:01:08: Jetzt werden wir gleich noch ganz viel über Wir Für Demokratie sprechen.
00:01:12: aber davor stellt sich natürlich die Frage Wer ist eigentlich Eva Kürbisch?
00:01:18: Ja, ich bin ein Mensch der sich seit seines Lebens immer irgendwo ehrenamtlich eingesetzt hat in meiner Jugend für den Behindertensport.
00:01:26: Dann kamen die drei Kinder dann war ich eher in der Schulpflegschaft oder im Schulverein tätig und als sie dann ziemlich pflüge geworden sind habe ich mich mehr und mehr Politik und Vielfalt und Gerechtigkeit eingesetzt.
00:01:46: Also ich habe das kleine Netzwerk Langenfeld-Lieb-Hielfalt gegründet, über dieses Netzwerk bin ich dann an wir für Demokratie
00:01:56: gekommen.".
00:01:58: Sie haben jetzt gesagt, sie haben sich schon früh ehrenamtlich engagiert.
00:02:00: Wo kam dieses Interesse her?
00:02:01: Weil es ist ja immer schön wenn Menschen das machen und es gibt zum Glück sehr viele Menschen die das machen.
00:02:06: aber da ist natürlich immer die Frage wie kommt's dazu?
00:02:09: Ja, ich habe damals für die Zeitung geschrieben.
00:02:12: Ich hatte einen Artikel zu schreiben über die Behindertensportgemeinschaft in Langenfeld und als ich vor Ort war, war ich sehr positiv überrascht von den Menschen dort, vom herzlichen Miteinander.
00:02:26: Und ja, die Vorsitzende, die war ziemlich tuff und sagte, wollen Sie nicht einfach mal so vorbeikommen?
00:02:32: Dann hab' ich mit mir gerungen, bin dann irgendwann gekommen, bin geblieben!
00:02:35: Ich bin dann irgendwann zweite Vorsitzende geworden, ich war Dezernentin für den Behindertensportverband Nordrhein-Westfalen.
00:02:41: Wie das so ist?
00:02:43: Also quasi man eine Tür öffnet sich und der Stein kommt ein bisschen ins Rollen und da geben sich Möglichkeiten und Möglichkeiten und sie sind dem Ganzen einfach so ein bisschen gefolgt
00:02:52: Genau!
00:02:52: Und gleichzeitig sieht man ja mein Gott wie viel Freude das bereitet, wieviel kann man lernen.
00:02:57: Man lernt unheimlich viel neben der beruflichen Entwicklung.
00:03:01: Man kommt mit spannenden Leuten zusammen, man ist selbstwirksam und kann etwas bewegen.
00:03:06: Ich bin ein Mensch, der gerne Ideen entwickelt und da hat man eine Spielwiese nach dem nächsten.
00:03:11: Das macht einfach Spaß!
00:03:13: Was machen Sie beruflich?
00:03:15: Ich bin Kommunalbeamtin beim LVR-Landschaftsverband Rheinland.
00:03:19: Zweiundzwanzigtausend Mitarbeiter und ich arbeite dort für eine Förderlinie im Kulturbereich.
00:03:25: Sie haben jetzt eben schon vom Ehrenamt gesprochen, von Beruf.
00:03:30: Ist denn da noch Zeit für Hobbys?
00:03:32: Für was ich nicht... Was musikalisches, versportliches oder irgendwas in die Richtung?
00:03:37: Also wenn ich ehrlich bin, so richtig viel bleibt da wirklich nicht übrig.
00:03:39: Ich hatte einen Garten, den habe ich irgendwann zum Naturgarten umgetauft weil es der auch nicht mehr so ordentlich aussieht wie er vielleicht sein sollte.
00:03:49: aber da wühle ich ganz gerne drum und ich reise gerne, ich lese sehr gerne ja und mein Mann das ist das große Glück ist auch politisch aktiv des Rads hier in Langenfeld und insofern ist da auch Verständnis voneinander.
00:04:04: Jetzt stellen sich natürlich alle die Frage, die sie noch nicht wissen.
00:04:08: Was ist jetzt dieses Bündnis Wir für Demokratie?
00:04:11: Wie ist das entstanden und wie sind Sie quasi dazugekommen?
00:04:15: Fangen wir vielleicht wirklich mal am Anfang an!
00:04:18: Was ist denn das Bündnis Wir für demokratie?
00:04:20: Würden Sie das selber beschreiben?
00:04:23: Das Bündnes Wir für Democratie ist ein Zusammenschluss von ... Kirchenvereinen, demokratischen Parteien in Langenfeld.
00:04:37: Dann auch eine große, schar ehrenamtliche Menschen, Einzelpersonen und Privatpersonen die alle das eine Ziel verbindet – die Bewahrung der Demokratie in Lungenfeld.
00:04:49: Wir haben uns im Jahr zwanzig vierundzwanzig das erste Mal zusammengefunden.
00:04:53: Das war eine Initiative von einer Dame Doris Sandbrink in dem Arbeitskreis leben im Stadtteil, die Idee vorangebracht hatte wir müssen etwas tun für unsere Demokratie.
00:05:07: und das erste Treffen damals stand hat dann stattgefunden am achtzehnten Januar zwanzig vierundzwanzig.
00:05:13: Ich hatte per Zufall davon erfahren willst du nicht dazu kommen?
00:05:16: ja klar ist auch mein Thema und bei dieser ersten Sitzung am achtzenten Ersten sassen also da etwa zwanzige Leute und viele kannten sich gar nicht.
00:05:26: Wir hatten also das gemeinsame Ziel, wir müssen was für die Demokratie tun.
00:05:30: Und gleichzeitig hatte uns die Realität eingeholt.
00:05:33: Ganz Deutschland war ein Aufruhr.
00:05:35: Die Remigrationspläne aus Potsdam waren bekannt geworden und einen Druck lag im Raum.
00:05:41: Also es gab dann eine kurze Vorstellrunde und dann einfach die Frage auf dem Tisch, was machen wir denn jetzt?
00:05:47: Und eigentlich stand da ziemlich schnell fest, dann machen wir jetzt auch ne Demo so wie in jeder anderen Stadt auch.
00:05:52: Wir gehen jetzt auf die Straße und zwei Wochen später waren dann viertausend Menschen.
00:05:58: Das war die größte Demonstration, die Langfeld je gesehen hat auf der
00:06:01: Straße.".
00:06:03: Und jetzt – Sie haben ja gerade schon gesagt es gab in ganz vielen Städten diese Demonstraktionen aber ich kenne jetzt wenig Beispiele wo sich so was Großes auch im Nachhinein und auch so langanhaltend daraus entwickelt hat.
00:06:16: Was war denn hier vielleicht anders?
00:06:19: Also uns war natürlich bewusst.
00:06:21: Wir müssen gucken, dass wir die Leute, die da hinkommen und die natürlich ein starkes Interesse haben, dass diese Flamme, die hier brennt, nicht ausgeht.
00:06:32: Und wir hatten das große Glück, wir hatten schon einen Logo, das bestand schon – und wir hatten eine Homepage, die war kurzfristig gestrickt worden.
00:06:39: Da habe ich gesagt dann können wir auch schnell noch ein Newsletter auf die Reihe kriegen.
00:06:42: Und bei der Moderation wurde direkt gesagt, wer Interesse hat an den Newsletter kommt am Ende der Kundgebung nach vorne und da konnte man sich schon eintragen.
00:06:50: Das heißt wir hatten die Leute direkt an der Stange.
00:06:52: Und das war natürlich ein Riesenglück!
00:06:55: Ich muss auch sagen es war eine ganz besondere Stimmung.
00:06:58: also diese Stadt... viele Leute fragen sich wo kann man hier stolz drauf sein in Langenfeld?
00:07:04: Aber das waren alle sehr berührt und bewegt bei dieser Kundgebungen.
00:07:09: ich bin dazu Stage-Managerin gemacht worden, ich wusste überhaupt nicht vorher was das ist.
00:07:17: Also die Person, die den Bühnenablauf koordiniert, da kam dann einfach ein Unternehmer der auch einen Redebeitrag hatte auf mich zu und sagte Ich halte es nicht mehr aus!
00:07:29: Ich will jetzt sofort dran, weil ich meine ganz ehrlich wir hat schon mal vor viertausend Menschen geredet.
00:07:34: und dann stand der Herr, der Leiter des Wasserski in Langenfeld ein wirklich eine gestammene Persönlichkeit.
00:07:42: Und sagte auch als ersten Satz das hier ist meine erste Demonstrationen und ich bin stolz darauf hier zu sein.
00:07:47: Ich bin stolzt auf diese Stadt.
00:07:49: und dann sagt er auch diesen legendären Satz den wir immer wieder sehr gerne zitieren Demokratie ist ein Mitmachprojekt.
00:07:56: Wir hatten eine interkulturelle Band, da wir haben den Kerlekor gehabt zum Chor von Männern die dann das Lied Freiheit angestimmt haben.
00:08:03: Es war sehr bewegend es war sehr berührend und es war eine unheimliche
00:08:08: Aufbruchstimmung da.
00:08:10: Und das ist ja auch was wenn ich jetzt an diese Zeit an dieser Demonstrationsrückdenke glaube ich fast alle Leute gepackt hat.
00:08:17: also wirklich wo die das einzige wo ich mich so in meinen Lebzeiten erinnern kann Ich bin zweitausend geboren wo einfach die Mitte der Gesellschaft auf die Straße gegangen ist und das irgendwie alle berührt hat.
00:08:31: Und auch von jung bis alt, alle waren da und es war eine emotional sehr aufgeladene Zeit.
00:08:41: Es ist natürlich schön dass aus so etwas negativen wir eigentlich, sowas schlimme was da initial passiert ist dann so ne schöne Bewegung entstanden ist und es ja noch umso schöner, dass sie dann dieses Momentum quasi aufgegriffen haben.
00:08:56: Um da jetzt langfristig was daraus zu machen weil Es ist ja schon so das wir grundsätzlich dieses momentum in bei vielen leuten und in vielen städten Und den vielen köpfen schon wieder verlogen gegangen ist gerade wenn man Jetzt Ja die jetzige weltlage die vielen krisen die es gibt Da ist für viele sag ich jetzt mal der der Luxus sich mit dem Demokratie-Problem hier auseinanderzusetzen.
00:09:20: Der ist gar nicht mehr so dringend da, weil so viele andere Probleme einfach bestehen.
00:09:27: Jetzt aber noch mal quasi ... Wir nehmen jetzt die Demonstrationen, die Demostration sind dann langsam abgeklungen.
00:09:33: Wie haben sie weitergemacht?
00:09:35: Ja, wir haben also an dem Tag der Demonstrationen.
00:09:38: Wir haben ohne E-Mails bekommen und eine davon war der Leiter der Schützenhalle in Riechra, das ist ein Stadtteil von uns im Norden von Langfeldt, der sofort angeboten hat ihr könnt die Schützen Halle, dass der größte Saal den wir in Langfeld haben kostenlos bekommen.
00:09:53: Und dann haben wir vier Wochen danach fahren dann schon die Demokratiekonferenz statt.
00:09:58: Das heißt, wir hatten mit dem Newsletterjahr ganz viele Leute erreicht und dann waren hundert Leute in der Schützenhalle und dann haben wir nach dem Prinzip des World Cafés – es war ein einzelne Tische zu bestimmten Themen – konnten ihre Ideen vortragen.
00:10:12: In bestimmten Zeitfenstern, dann tönt er in Gang und dann konnte man wieder wechseln So ein Tisch geleitet, auch das hatte ich noch nie vorher gemacht.
00:10:22: Und bin überrannt worden quasi von diesen ganzen Gedanken und Wünschen und habe mir dann direkt jemanden gekreilt und hab gesagt du musst mich jetzt hier unterstützen!
00:10:32: Ich schaff das nicht alleine.
00:10:33: also diese ganzen Karten schreiben und es gab dann eine Pause.
00:10:37: hinterher hat man an Wänden die Ergebnisse präsentiert und viele dieser Ideen sind auch tatsächlich umgesetzt worden.
00:10:45: Okay wow Wollen Sie vielleicht schon mal was von ein, zwei Projekten erzählen?
00:10:52: Es gibt ja eine große Bandbreite an Projekte und Sachen die sich schon umgesetzt haben als Bündnis.
00:10:58: Vielleicht so ein oder zwei Beispiele jetzt.
00:11:01: Vielleicht ihre Lieblingsprojekte.
00:11:03: Also ich sage immer noch das Kernstück unserer Arbeit ist eigentlich der Gegenüberstand.
00:11:08: Das ist ein Pavillon in der Innenstadt, an dem wir regelmäßig Präsenz zeigen.
00:11:15: Wir haben damals ziemlich schnell, ich glaube auch einen Monat danach mit einem, den hatte ich besorgt so einen bunten Schirm angefangen.
00:11:21: Ganz einfach ein paar Flyer in der Hand und einfach mit den Leuten ins Gespräch kommt zum Thema Demokratie.
00:11:28: Manche sind ja auch einsam also es geht auch nicht immer nur um eine Unzufriedenheit mit der Politik.
00:11:35: das haben wir auch festgestellt.
00:11:37: aber ist Punkt.
00:11:39: Einmal im Monat sind wir da und auch während des Wahlkampfs, also sind wir alle sechs Wochen so wie jede Partei in der Innenstadt vertreten.
00:11:49: Der Unternehmer, den ich eben genannt habe, hat uns nach kurzester Zeit an diesen großen Faltpavillon gestiftet.
00:11:55: Das sieht natürlich dann direkt schon wieder anders aus Und die Gruppe ist dann auch gewachsen.
00:12:01: Also will es kommen Leute zu uns an den Stand, die sagen Wir finden das toll was ihr macht.
00:12:05: Ich möchte mitmachen.
00:12:09: Wir haben ja auch unter anderem im Programm die Argumente gegen Stammtischparolen.
00:12:13: Das ist ein Bildungsangebot, Seminare sind das und alle Leute, die am Stand arbeiten, die da aktiv sind, haben auch dieses Seminar besucht, dass sie auch sprechfähig sind.
00:12:24: Ja
00:12:26: tatsächlich hat eine Freundin von mir hat da mal mitgemacht und mir davon auch erzählt und dass sie das mit diesem ja wie geht man so gegen Stammtischparolen vor.
00:12:37: Total super fand, aber jetzt mal zum Beispiel an dem Beispiel mit den mit dem Stamm Tisch Parolen Wie entwickelt sich denn jetzt diese Idee?
00:12:45: Also Sie haben jetzt gesagt wir hatten ja quasi dieses Brainstorming da gehabt aus dem ganz viele Ideen entstanden sind.
00:12:51: Aber jetzt muss es ja ganz umgesetzt werden.
00:12:55: Es muss ja sich irgendwie ein Konsens finden wie man das macht.
00:12:57: ich meine Sind ja auch eigentlich politisch-neutral in dem Sinne, sie gehören ja keiner spezifischen Parteien sondern einfach quasi für die Demokratie.
00:13:09: Der ist ja sicherlich auch teilweise schwierig die genaue Umsetzung zu gestalten.
00:13:14: Ja je nachdem wie man das sieht.
00:13:16: also wir hatten ja dieses Team.
00:13:18: ich habe am Anfang erzählt dieser Arbeitskreis Leben im Stadtteil woraus sich diese Demokratiegruppe entwickelt hat und die haben sich regelmäßig getroffen.
00:13:26: also allein Da haben sich im Rathaus getroffen.
00:13:31: Und da auf der Tagesordnung steht immer, wo ist welche Idee?
00:13:35: Welche Projekte was steht an?
00:13:37: und wir haben von Anfang an so agiert dass einer gesagt hat hey ich könnte mir dies und jenes vorstellen und dann haben alle gesagt finden wir gut wir unterstützen dich.
00:13:48: also es ist wirklich sehr viel intuitiv passiert.
00:13:53: die eine klassische Struktur wie man das vielleicht aus anderen Bündnissen oder Vereinen kennt gab es noch nicht.
00:14:00: Daran arbeiten wir jetzt, das haben wir uns jetzt vorgenommen nach der Kommunalwahl dass wir uns etwas strukturierter aufstellen.
00:14:07: aber auch dieser Prozess ist nicht
00:14:08: einfach.
00:14:09: Sie hören das Radiomagazin Ninzehn-Nulvier heute mit Eva Kirbisch vom Bündnis Wir für Demokratie in Langfeld.
00:14:17: Haben sie denn das Gefühl, dass ja dieses Interesse wie es da akut quasi dann nach Demonstrationen und nachdem quasi alles angefangen hat Da war, dass das jetzt noch genauso besteht?
00:14:32: Ja schwer zu sagen.
00:14:33: Also wir haben ja immer wieder Wahlen mit ziemlich krassen Ergebnissen und wer da noch nicht vom Sofa aufgestanden ist der tut es dann vielleicht... Wir hatten gestern in Rheinland-Pfalz die Wahl also der tut's dann vielleicht jetzt.
00:14:46: Eigentlich finde ich, dass die Politik die Geschichte des was gerade passiert Die Leute schon immer wieder dazu treibt auch sich an uns zu wenden in der Massivität, wie es damals war.
00:15:02: Natürlich das räume ich ein nicht aber das war natürlich auch einen besonderen Anlass.
00:15:08: wir müssen mal gucken was wie die Parteien sich weiterentwickeln.
00:15:13: Uns ist wichtig, dass wir zumindest in unserem langen Feld die politischen Parteien zusammenhalten.
00:15:19: Wir gehen auch in die Ratssitzung, in die Ausschusssitzungen.
00:15:22: Wir sitzen damit unseren bunten Hoodies mit unserem Logo... Ich sehe es jetzt nicht, das sind die Wächter, aber wir schauen zu und sind anwesend.
00:15:32: Und die Politiker, die unsere Bündnispartner sind finden das gut!
00:15:37: Also wir sind da auch eine Wand, wir stärken denen den Rücken.
00:15:39: Genau was kriegen Sie denn jetzt quasi aus der Politik so gespiegelt?
00:15:43: Die sind immer begeistert dass wir in der Innenstadt da sind.
00:15:46: wenn wir am Gegenüberstand stehen kommen gerne auch vorbei oder spielen auch mit je nachdem.
00:15:53: wir bieten ja da auch Spiele an unterschiedlichste Dinge und das ist ein wohlwollendes Miteinander.
00:16:02: Braucht es vielleicht auch so ein bisschen ja so ne Art Plattform, so eine Art Ort wo man sich von verschiedenen politischen Positionen quasi begegnen kann.
00:16:16: Ohne dass man jetzt direkt sieht oh derjenige hat ne grüne Position, derjenig hatte ne gelbe Position Wo man sich quasi von vornherein schon ein bisschen ausschließt.
00:16:25: wenn ich jetzt so wie weiß ich diese ganzen Stammtische und Ja, Aktionen die es so in den Städten eben von den Parteien gibt.
00:16:34: Dann würden ganz viele schon gar nicht da hingehen weil das halt nicht die Partei ist die man selber gut findet.
00:16:39: aber jetzt wenn's ein Bündnis ist wo man weiß okay dann irgendwie... Die haben in dem Sinne keine Position sondern die wollen einen haben einziehen und aus Demokratie zu stärken.
00:16:50: Dann schafft es ja vielleicht eine viel größere Offenheit wieder freier zu sprechen.
00:16:58: Weil das ja schon oft so, dass man wenn es jetzt um eine bestimmte politische Partei geht... ...dass man da schon mit sehr viel Ballast in einen Gespräch reingeht und das gibt's so beim Bündnis eben nicht sondern ist halt irgendwie einfach nur alle wollen gemeinsam an einem Strang ziehen um ein Ziel zu erreichen und so sollte es vielleicht generell in der Politik sein.
00:17:19: also es zeigt vielleicht auch so ein bisschen Held Und so ein bisschen ein Spiegel vor, dass Demokratie eigentlich ja genauso sein sollte.
00:17:27: Das fällt mir jetzt nur gerade ein.
00:17:31: So ein bisschen zu grübeln, sage ich mal, warum das nicht mehr so ist.
00:17:38: Neutrale Orte finden und schaffen?
00:17:42: wo man in den Austausch gehen kann, ohne dass es parteipolitisch eingefärbt ist.
00:17:46: Also ich nenne mir jetzt mal ein Beispiel.
00:17:47: Wir haben ja unter anderem auch einen Stadtteiltreff gegründet.
00:17:52: Wir wollen jetzt in jedem Stadtteil das machen und wir haben in Richtrad angefangen.
00:17:56: Das ist der sogenannte Richtratertreff.
00:17:58: dafür treffen uns mit was im Schaustall Und in Richtadt soll eine neue Obdachlosenunterkunft errichtet werden.
00:18:06: Und wir haben dann auch und das kam auch mit der Wunsch aus der Politik, dass wir da ne Veranstaltung zu machen So, jetzt wollen wir aber neutral sein.
00:18:14: Das heißt, wir haben dann jemanden eingeladen aus der Stadtverwaltung den Dezernenten fürs Soziale, der uns dann neutral die Sicht, den aktuellen Planungsstand geschildert hat, den Besuchern und Wir hatten zu Beginn als die Gäste reinkamen jedem einzelnen eine Nummer in die Hand gedrückt durch Numeriz Und die Tische waren auch nummeriert.
00:18:38: man fand sich also wieder an einem Tisch, nicht mit dem Ehepartner am gleichen.
00:18:44: Mit Menschen die man jetzt nicht unbedingt kannte und viele aus der Politik waren aber auch anwesend und dann gab es Gesprächsrunden und wir hatten das also dann auch neutral moderiert und jeder bekam seine Zeit, seine Sicht auf die Dinge vier Minuten lang zu schildern.
00:19:00: Das ist recht lange.
00:19:02: Das sind auch viele Leute gar nicht mehr gewohnt.
00:19:04: möglichst ohne Unterbrechung reden zu dürfen oder auch reden zu lassen War aber wohl sehr interessant für alle.
00:19:13: und es gab dann eine zweite Runde, wo man von seiner Wahrnehmung was man hier mitgenommen hat zusammenfassen durfte.
00:19:20: Und in der dritten Runde konnte man auf Karten schreiben, was man sich nun wünscht.
00:19:25: also wir haben eine politische Veranstaltung auf die Beine gestellt.
00:19:29: Es war ein brisantes Thema das war auch emotional aufgeladen von vielen Menschen.
00:19:34: Aber wir haben es geschafft Neutral den Leuten die Möglichkeit zu geben, sich zu äußern.
00:19:39: Zu artikulieren.
00:19:40: und die Ergebnisse, die an der Wand waren... Die Karten, jede Partei hat sich das abfotografiert und auch der Herr von der Stadtverwaltung hat das dann mitgenommen.
00:19:47: Also es gibt Wege Es gibt Möglichkeiten.
00:19:51: Wann muss ich nur darauf einlassen?
00:19:54: Ja
00:19:55: ist ein wunderbares Beispiel finde ich wirklich klasse.
00:20:00: Sollte man sich vielleicht auch so ein bisschen halt ein Beispiel dran nehmen wieder mehr zu integrieren.
00:20:08: Jetzt haben sie ja schon ganz viele positive Sachen erzählt, das gerade auch gab es jetzt auch negative Momente Dinge die nicht so gut gelaufen sind Momente wo sich vielleicht ein bisschen gezweifelt haben.
00:20:22: also wir haben beispielsweise begleitend zur Kommunalwahl eine Plakatkampagne gestartet.
00:20:30: Wir haben also Einzelpersonen aufgenommen, unter dem Motto Langenfeld zeigt Gesicht klare Kante für Demokratie und wir hatten einen professionellen Fotografen der als Porträt gemacht hat.
00:20:42: ich hatte mir dann auch jeder durfte ein individuellen Spruch zu sich noch zum Thema Demokratie nennen.
00:20:48: das haben wir auf den Einzelporträts gehabt.
00:20:50: wir haben aber auch große Porträts gehabt, wo wir die ganzen Gesichter nebeneinander hatten und im Stadtgebiet waren also auf großflächigen Plakaten in den Bushaltestellen.
00:21:00: Wir haben in den Geschäften eine Ausstellung gehabt mit dem Einzelporträt.
00:21:05: Und da war schon nach dem ersten Tag als die Plakate in den Bushaltestellungen hingen an einem Wahn Hakenkreuze mit Edding draufgemalt das ist Hinterglas.
00:21:16: Das haben wir natürlich polizeilich gemeldet und der Staatsschutz wurde auch eingeschaltet.
00:21:21: Das ist natürlich schon erstmal ein Dämpfer, aber letztlich dann auch ist das etwas was uns nicht zurück schrecken lässt.
00:21:28: also man muss eben mit gegen Attacken auch leben.
00:21:35: dass habe ich auf Social Media schon häufiger erlebt wenn und das gehört dazu.
00:21:41: Aber im Prinzip stärkt es einen nur, weil wir wohl den Nerv von jemanden getroffen haben.
00:21:46: Und ich bin mir...
00:21:47: Zeit ist wirkt!
00:21:49: Ja genau.
00:21:52: Ist ja immer so ein bisschen die Frage wie umfangreich das ist wenn man jetzt sehr viel haste Kommentare und Drogen oder so bekommt je nachdem.
00:22:01: also gibt ja viele Leute in der Öffentlichkeit denen genauso was quasi passiert dann kann es ja auch irgendwann sagt mal zu viel werden oder man macht sich Sorgen um seine eigene Sicherheit, wie das leider wirklich bei manchen Leuten die so immer öffentlich stehen und sich auch öffentlich für Demokratie z.B.
00:22:19: einsetzen oder gegen Ausgrenzung einsetzen manchmal der Fall ist.
00:22:23: Sie würden sagen es sind jetzt quasi Einzelfälle wo sie quasi negatives Spiel bekommen und hauptsächlich sind es wirklich Menschen die einfach begeistert sind von dem was sie machen.
00:22:32: Ja, vor allen Dingen seitdem wir ja immer größer geworden sind.
00:22:35: Wir sind ja enorm schnell gewachsen und unterstützen uns da sehr stark.
00:22:41: die Stadtgesellschaft wächst ja da zusammen unser Logo ist überall immer wieder sichtbar.
00:22:44: dafür sorgen wir also.
00:22:47: im Prinzip habe ich da gar nicht mehr so eine Sorge wie vielleicht am Anfang auch meine Kinder.
00:22:54: die hatten richtig Sorge um mich aber Ich empfinde das nicht so.
00:22:59: Ich war auch ganz beeindruckt, Sie haben auch extrem viele spannende Gäste, auch bei den einzelnen Veranstaltungen teilweise.
00:23:06: Auch zum Beispiel der Professor Fabian Zürchow, den ja auch bei mir mal ein Podcast war, die habe ich da auch wieder erblickt.
00:23:14: War ich sehr froh drüber!
00:23:15: Also auch da einfach eine... enorme Expertise, die auch zum Beispiel aus der Wissenschaft und auch da aus verschiedenen Perspektiven quasi mit reinkommt.
00:23:24: Das hat mir persönlich sehr gut gefallen.
00:23:26: jetzt ist natürlich so ein bisschen die Frage Wie sieht denn die Zukunft aus?
00:23:29: Wo soll sich das dann noch hin entwickeln?
00:23:32: was es ja so ein bißchen vielleicht der Wunsch oder Division
00:23:36: Ja, das ist die Vernetzungsarbeit.
00:23:38: Also wir nehmen Kontakt auf mit den Nachbarstätten.
00:23:43: auch der Kreis Metmann Wir sind ja eine kreisangehörige Stadt Ist da aktiv und Die Idee ist eben dass wir Den Schulterschluss dann irgendwo auch sichtbar machen.
00:23:54: Öffentlichkeitsarbeit ist enorm wichtig wird oft unterschätzt Und wir arbeiten daran am Anfang.
00:24:02: Ich gebe das offen zu, aber ich finde es sehr interessant.
00:24:06: wir nehmen Kontakt mit der mobilen Beratung beispielsweise auch auf.
00:24:11: Das ist ja diese Vernetzungsstelle für Bündnisse in NRW an die man sich wenden kann und über die versuchen wir auch größere Veranstaltungen dann für Böndnisse stattfinden zu lassen ist allerdings noch ein bisschen Zukunftsmusik, aber das ist die Idee dass wir quasi größer lauter und sichtbar werden im Schulterschluss.
00:24:34: Wenn Sie über Vernetzung sprechen dann stellt es natürlich auch so etwas in die Frage mit allen anderen Städten die es quasi so gibt.
00:24:40: also warum gibt's sowas nicht in jeder Stadt?
00:24:43: quasi, ist die naive Frage.
00:24:46: Jetzt komme ich jetzt zum Beispiel aus Solingen.
00:24:49: Wie sieht denn hier zum Beispiel mit Solingen die Zusammenarbeit aus oder wie könnte sie idealerweise aussehen?
00:24:55: In Soling gibt es ja mehrere Bündnisse.
00:24:58: Wir sind in Kontakt mit Zwein, den Omas gegen rechts und dem Solinger Appell.
00:25:04: Zusätzlich gibt's da einen sehr engagierten ehemaligen stellvertretenden Bürgermeister Thilo Schnor der sich auch für die Vernetzung einsetzt.
00:25:15: Ich finde es wichtig dass jedes Bündnis sein individuelles Profil behält.
00:25:21: Es ist sehr unterschiedlich das stimmt aber ist ja auch der eigene Charakter.
00:25:28: Das Langfelder-Bündnis wirkt für viele Leute sehr professionell.
00:25:32: Es ist anders aufgestellt als andere, aber ich finde das sollte auch niemanden einschüchtern oder sagen wie jetzt muss es so überall sein?
00:25:40: Nein die Vielfalt macht es ja gerade aus weil es gewachsen ist von den Bürgern und der Unterschiedlichkeit, die es umsetzen.
00:25:47: in Monheim beispielsweise laut Verliebe.
00:25:49: Die treffen sich in Wohnzimmern, um in den Dialog zu gehen.
00:25:52: Auch ein ganz interessanten Ansatz finde ich.
00:25:55: Ja dieses direkte das Analog in den Austausch zu gehen, machen dann auch schöne Veranstaltungen.
00:26:01: Also diese unterschiedlichen Ansätze sind doch sehr interessant!
00:26:05: Ich war letzte Woche im Kampen eingeladen und dort kamen Leute aus einem Netzwerk oder Bündnis aus Viersen und im Kreis Wesel auf mich zu.
00:26:16: Und die haben auch gesagt hey lass uns austauschen lasst uns treffen.
00:26:19: also da ist richtig was in der Luft und wir sind ja nicht die einzigen Und ich freue mich richtig darauf, weil das sind alles interessante Menschen mit ganz tollen Ideen.
00:26:30: Wollen Sie einmal die Geschichte von dem XXL Jenga erzählen?
00:26:34: Sehr sehr gerne!
00:26:36: Hier in Solingen wurde eine Ausstellung eröffnet im LVR-Museum in der Gesengschmiede Hendricks.
00:26:42: Die heißt Spielräume Demokratie.
00:26:45: Da können Menschen in verschiedenen Räumen Demokratie spielerisch erleben... eine gute Mitmach-Ausstellung und zur Eröffnung bin ich mit einer mitbündnisaktiven Gefahren, wie das immer so ist.
00:26:58: Kleiner Aufruf, wer kommt mit?
00:26:59: Susanne hat sich gemeldet.
00:27:01: Wunderbar!
00:27:01: Wir sind gemeinsam
00:27:02: hingefahren.".
00:27:03: Und sie sagte dann schon als wir da Platz genommen haben... Guck mal, da vorne ist ein Städtisch und da ist ja so'n Jängerspiel.
00:27:11: Das sind ja diese Holzklötzchen die immer drei Stück nebeneinander im rechten Winkel zu einem Turm aufgetürmt werden.
00:27:18: Ja, okay.
00:27:20: Und dann begannen die Reden und als Thilo Schnor auf die Bühne ging hat er dann gefragt wer mit ihm Jenga spielen wollte.
00:27:28: Susanne direkt arm hoch das ist so eine ganz aktive gar keine Probleme hat auf die bühne zu gehen.
00:27:36: und dann wurde vorne das gemeinsam gespielt und der Bürgermeister hatte auf den Steinchen kurze Begriffe darauf geschrieben zum Thema Demokratie Vielfalt, Minderheitenschutz, Pluralismus – die unterschiedlichsten Begriffe.
00:27:54: Und immer wenn ein Klotz entnommen worden war, hat er dann das vorgelesen und von seiner Perspektive aus berichtet was das mit Demokratie zu tun hat?
00:28:05: Irgendwann kam natürlich der Punkt wie das immer bei diesem Spiel so ist dass der Turm zusammenbrach.
00:28:10: Das ist ja wenn wir der Demokratie so viele Bestandteile entnehmen, dann bricht sie zusammen.
00:28:15: Diese Symbolik hat alle nachhaltig berührt und ich habe da gesessen, wow diese Idee ist gut die kann jetzt hier nicht so verpuffen.
00:28:24: Und dann bin ich kurze Zeit später bei einem Nachbarn vorbeigegangen und da fiel mir an der hat beim Nachbarschaftsfest dieses Jenga ein Großnach gebaut Und das war das Match.
00:28:32: Dann habe ich Kontakt aufgenommen mit Thilo Schnor, der hat dann auch eine Firma gefunden hier in Solingen die tatsächlich kostenlos auf den von uns gekauften Holzklötzen und zu gesägten Holzklötzen, die Begriffe drauf gelasert haben.
00:28:47: und dieses Spiel spielen wir am Gegenüberstand Und das ist wirklich toll, weil wir dann auch junge Menschen ansprechen.
00:28:53: Kinder kommen zu uns und ja, dann sagt er irgendwann der Fraktionsvorsitzende der CDU, oh je!
00:28:59: Wenn ich jetzt die Demokratie zum Einsturz bringe... Aber es ist tatsächlich der Moment wo die meisten Handy-Kameras gezückt werden.
00:29:07: Es ist so.
00:29:09: Ja aber wir verleihen das jetzt auch an Schulen.
00:29:12: und auch als ich das letzte Woche in Kempten vorgestellt habe, das wird jetzt wohl noch woanders produziert.
00:29:18: Sie haben richtig viel Verantwortung übernommen.
00:29:21: Es hat sich alles sehr schnell und groß entwickelt, sie haben gesagt es kostet auch viel Zeit, Energie sicherlich.
00:29:30: wie hat das ihr Leben verändert?
00:29:34: Ja sie haben mich nach den Hobbys gefragt die sich immer mehr verdönisiert haben.
00:29:39: Das ist quasi mein zweites Leben so kann man das sagen und es gibt einige von uns denen geht es eben nicht anders.
00:29:45: Wir werden nach wie vor, also die Flamme ist einfach nicht ausgegangen.
00:29:49: Wir machen das weiterhin und es tut so gut!
00:29:53: Also ich kann's anders jetzt nicht sagen... Sie haben eben diese ganzen Krisen angesprochen in der Welt.
00:29:59: Ich kann einen Trump-und einen Putin nicht ändern, ich kann eine Corona-Krise nicht ändern aber ich persönlich kann doch auf die Straße gehen und mich einsetzen für die Demokratie Und dann kann ich besser auch diese Krisen aushalten weil ich aktiv bin.
00:30:14: Das ist ein ganz einfaches Gezett, also es ist eine Therapeutikum.
00:30:20: Ja wirklich so?
00:30:22: Also selbst Wirksamkeit quasi gegen all die Krise und alle Probleme.
00:30:29: Wie leicht ist es, einfach so den Kopf in den Sand zu stecken und zu sagen ich kann eh nichts ändern.
00:30:34: Aber meistens kann man irgendetwas ändern.
00:30:35: Und wenn's nur was Kleines ist und vielleicht nur ein paar Menschen irgendwie positiv beeinflusst dann hat das trotzdem etwas verändert.
00:30:45: Das stößt dann wiederum Veränderungen an.
00:30:48: Man weiß nie wo er das im Endeffekt hin will.
00:30:51: also ich finde noch mal ganz großartig dieses Projekt.
00:30:55: Grundsätzlich Leute die... Nicht aufgeben vor allen krisen sondern einfach sagen kommen wir machen jetzt was?
00:31:01: ne?
00:31:01: Wir haben hier eine idee das setzen wir um und wir finden schon irgendwie den weg.
00:31:05: Und dass finde ich auch Ja, ich finde es auch einfach sehr motivierend zu hören.
00:31:10: Es gibt ja ganz viele Menschen also eher ein Amt im Allgemeinen total viele Menschen die nach ihrem ganz normalen Job und am Wochenende Ganz viele wunderbare Projekte Auf die Beine stellen diese so halt sonst nicht gäbe und sich nicht einfach allem ergeben.
00:31:27: Sie hören das Radiomagazin, heute mit Eva Kirbisch vom Bündnis Wir für Demokratie in Langenfeld.
00:31:36: Die nächste Frage wäre dann vielleicht so ein bisschen wie hat sich denn jetzt ihr Verhältnis zu unserer Demokratie verändert?
00:31:44: Also von vor dem Bündniss bis zu jetzt ist es ein Verhältnissen der Demokratie hier in Deutschland.
00:31:52: Ich habe früher auch oft das etwas unmächtige Gefühl gehabt, dass was sie da oben machen kann ich eh nicht ändern und ich hab keinen Einfluss auf die Demokratie.
00:32:00: Ich habe das sehr in der Politik verortet.
00:32:03: Mittlerweile weiß ich, Demokratie beginnt vor Ort!
00:32:07: Und es fängt schon mit unserem Gespräch hier an oder mit einem wertschätzenden Gespräch der Bäckerin gegenüber oder wem auch immer, wo ich unterwegs bin.
00:32:19: Wir können im Kleinen was bewegen und unser Miteinander ist quasi der Grundpfeiler damit das demokratische Miteinander überhaupt funktioniert.
00:32:30: insofern Politik fängt auch hier am Küchentisch an.
00:32:35: Es ist ja quasi, also die große Frage, die ich mir auch immer für ein Gespräch natürlich stelle.
00:32:40: Was ist denn jetzt der Erkenntnisgewinn aus diesem Bündnis?
00:32:43: Haben Sie es ja quasi gesagt, dass man eigentlich sogar relativ leicht Leute wieder mehr für Demokratie begeistern kann.
00:32:53: Dass es ganz viele Möglichkeiten gibt, Leute wieder mit ins Boot zu holen und Leute zu... zu aktivieren, zu begeistern mitzugestalten Selbstwirksamkeit den Leuten zu zeigen in denen auszulösen und einfach wirklich was zu bewegen.
00:33:08: Und das eben auch über Politikinteressen oder Parteientressen hinweg.
00:33:15: Da stelle ich mir natürlich die Frage okay kann man da nicht noch mehr rausziehen?
00:33:18: Also kann man politisch dann nicht etwas draus lernen?
00:33:21: weil wir haben ja das Problem Sie haben das ja gerade gesagt in Rheinland-Pfalz.
00:33:24: jetzt wo wir das aufnehmen wir nehmen es am Gestern hat die AfD mit ninety fünf Prozent das beste AfD-Agebnis in einem westdeutschen Bundesland bisher bekommen.
00:33:34: Also und dass es ja nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern haben wir eine ähnliche Situation.
00:33:41: Wir haben einfach ein Problem Und es sieht bisher nicht danach aus Dass politisch eine Lösung gefunden wird.
00:33:49: mal vorsichtig gesagt Und deswegen muss man natürlich kreativ werden und überlegen was kann man machen?
00:33:55: weil Bisher scheinen wir da so meine Analyse zumindest und ich glaube das teilen die allermeisten Leute nicht unbedingt in die richtige Richtung zu gehen.
00:34:05: Ja, es gibt aber auch Erhebungen... Da muss man, glaub' ich, differenzieren.
00:34:10: Fünfundundachtzig Prozent der Deutschen sind aber nach wie vor der Meinung dass die Demokratie das beste Modell ist!
00:34:19: Und diese Reihen müssen wir schließen.
00:34:21: Diese fünfundachtzig existenziell.
00:34:23: Wenn wir das nicht schaffen, haben wir ein Problem und das ist unser Ziel.
00:34:28: Die Unzufriedenheit ist ja viel größer mit der aktuellen Politik so wie die Umsetzung der Demokratie stattfindet.
00:34:35: da müssen wir dann eben in den Dialog gehen in den Austausch lokal machen wir das natürlich auch bei uns mit den Ratsleuten.
00:34:43: Aber ich erinnere noch mal dran, mein Mann ist Ratzer.
00:34:46: Das ist auch kein einfacher Job.
00:34:48: also das muss man jetzt auch mal sehen.
00:34:49: die Leute machen als ehrenamtlich nach ihrem Ganztagsjob Ich weiß nicht wie viele immer liest.
00:34:54: und dann die ganzen Vorbereitungen Und die mühseligen Auseinandersetzungen Ja Also ich ziehe da auf der anderen Seite wieder den Hut Politik ist schwer Demokratie ist schwer und es ist langartig.
00:35:08: Wir brauchen alle einen langen Atem.
00:35:10: Und das gilt auch grundsätzlich übrigens für Bündnisse, ein schneller Erfolg kommt da nicht.
00:35:15: Das ist ein Dauerlauf!
00:35:16: Das muss jedem
00:35:17: klar sein.
00:35:19: Demokratie ist Arbeit und ohne die Arbeit und die Zeit und die Energie, die man da reincheckt funktioniert es eben nicht.
00:35:26: aber es zeigt eben... Man kann was verändern und man kann etwas bewirken.
00:35:29: Man muss es nur vielleicht doch einfach machen
00:35:31: Ja und den Spaß daran
00:35:33: erkennen.
00:35:34: Frau Kürbisch vielen lieben Dank.
00:35:36: Es hat mir super viel Spaß gemacht, mit Ihnen zu sprechen.
00:35:39: Ich glaube ich habe sehr viel mitgenommen persönlich und ich denke das gilt auch für alle die zugehört haben.
00:35:44: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:35:45: Schön dass Sie da waren.
00:35:47: Vielen dank.
00:35:47: Danke auch, danke auch für Ihren Beitrag für die Demokratie.
00:35:51: Dankeschön.
00:35:51: Im Radiomagazin Ninzehn-Nullvier haben wir heute Abend mit Eva Kürbisch vom Bündnis Wir für Demokratie in Langenfeld gesprochen.
00:35:59: Die nächste Sendung können Sie am siebten Juni wiederum Ninzehn-Nurvier hier bei Radio RSG hören.
00:36:05: Weitere Infos und Inhalte finden Sie auch auf Instagram unter www.nolvierradimagazin, die Null wird ausgeschrieben!
00:36:13: Weil sie einen Teil verpasst haben und sich die heutige Sendung oder eine ältere Sendung noch mal anhören möchten, finden Sie die Sendungen ab jetzt – auch auf allen Gängen in Podcastplattformen wie Spotify- oder Apple-Podcast zum Beispiel.
00:36:24: Mein Name ist Marc Hamacher, vielen Dank fürs Zuhören, einen schönen Abend und bis zur nächsten Sendung.
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