Was die große Gesundheitsreform für Solingen bedeutet (Sendung vom 07.06.26)

Shownotes

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat den Entwurf einer großen Gesundheitsreform vorgelegt. In dieser Sendung diskutieren wir mit der Leitung des Solinger Klinikums, wie dieses Gesetz zu bewerten ist und was sich für Solingen verändern würde. Außerdem sprechen wir über die Zukunft des Klinikums und wo die Entwicklung hin geht.

Die nächste Sendung läuft am Sonntag den 05.07.2026 wieder um 19:04 Uhr auf Radio RSG.

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19null4 läuft seit Jahrzehnten an jedem ersten Sonntag im Monat um 19:04 Uhr auf Radio RSG. Die Folgen mit verschiedenen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft finden sich jetzt auch nach der Ausstrahlung hier und überall, wo es Podcasts gibt!

Inhaltlich geht es um Politik und Demokratie, aber auch um die Stadt Solingen und Fragen des Alltags.

Moderiert wird das Format vom 25-jährigen Marc Hamacher aus Solingen, Host des Podcast-Formats "Deutschland Deine Demokratie".

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich Willkommen zum Radiomagazin ninezehn-nullvier.

00:00:04: Sie hören jetzt die Sendung, die am siebten Juni um neunzehnhund vier bei Radio

00:00:08: RSG

00:00:09: lief.

00:00:09: Viel Spaß!

00:00:16: Guten Abend liebe Hörerinnen und Hörern und herzlich willkommen zum Radiommagazine Neunzehnehn-NullVier, dass ihr jeden ersten Sonntag im Monat zu dieser Zeit stattfindet.

00:00:26: Mein Name ist Marc Hamacher und ich spreche hier mit Spannengästen über Themen rund um Demokratie, Politik und Solingen.

00:00:32: Heute soll es um Gesundheit gehen Viele haben das sicherlich mitbekommen, dass auf Bundesebene aktuell größere Formen im Gesundheitsbereich anstehen eben um die Kosten unseres

00:00:41: Gesundheitssystems zu senken.

00:00:43: Um dieses aktuelle Thema ausmöglichst vielen Perspektiven beleuchten zu können habe ich mit der Leitung des Klinikums Solingen gesprochen und zwar mit gleich vier Gästen auf einmal Geschäftsführer Prof.

00:00:53: Dr.

00:00:53: Martin Eversmeyer Mit dem ärztlichen Direktor Prof.

00:00:56: Doktor Boris Pfaffenbach mit der Pflegedirektorin Heike Zinn und auch mit dem Kaufmenschendirektor Sturmfels.

00:01:03: Natürlich sprechen wir auch über das Klinikum selbst, was sich verändert hat durch die Krankenhausschließungen in Olix und in Hahn wie die Zukunft des Klinikums aussieht und warum die Notaufnahme eigentlich immer so voll ist.

00:01:14: Viel Spaß!

00:01:16: Mein Name ist Prof.

00:01:18: Dr.

00:01:18: Martin Eversmeyer.

00:01:21: ich bin seit im Klinicum für den Jahr.

00:01:31: Ich habe mal studiert in USA und auch in Deutschland Gesundheitsökonomie, Medizin.

00:01:39: Medizin-Wissenschaften hab da drin auch promoviert und bin seit einigen Jahren auch in Berlin Professor an einer Hochschule für Gesundheitsökonomie, Pflegewissenschaften usw.

00:01:52: Und es macht mir hier weiterhin viel Spaß, obwohl die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen leider immer schlechter werden.

00:01:59: und auch im Krankenhausbereich denke ich, dass wir trotz allem sehr erfolgreich in den letzten Jahren waren.

00:02:06: Ja mein Name ist Professor Boris Pfaffenbach.

00:02:09: Ich bin hier im Klinikum ja seit dem Jahr zwei Tausend Acht.

00:02:13: Bin seit dieser Zeit auch Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie.

00:02:18: Damals war es noch mit allgemeine innere Medizin.

00:02:21: Im Laufe der Jahre haben wir die Inhalte etwas gedreht, jetzt ist es eine Klinik für Gastronomie und Onkologie geworden – mit einer Chefärztin auch für Onkologie.

00:02:29: Ja zu meinem Werdegang

00:02:30: privat

00:02:31: ist es also so dass ich in Sohlingen wohne.

00:02:34: als Kinder noch klein waren wohnen bei uns.

00:02:36: mittlerweile sind alle ihre Wege gegangen, also wir wohn noch zu zweit meine Frau nicht in Sohlingen Und beruflicher Wedegang ist so, dass ich zuvor sechs Jahre Chefarzt in einem anderen Krankenhaus bei Aachen war.

00:02:49: Von hausaus bin ich Internist und habe zur zweiten Bildung zum Gastro-Untologen gemacht und ein paar kleine andere Weiterbildungen, die man im Laufe der Jahren noch erwirbt.

00:02:58: Meine akademische Heimat ist die Uni Bochum, der ich auch weiterhin verbunden bin und bei der ich weiter Vorlösungsunterricht gebe.

00:03:07: Mein Name ist Heike Zinn, ich

00:03:08: bin

00:03:09: hier die Pflegedirektorin und bin gefühlt schon immer hier im Klinikum Soling seit thirty-fünf Jahren.

00:03:14: Ich habe nur meine Ausbildung in der anderen Stadt gemacht ansonsten war ich

00:03:18: immer hier

00:03:19: Und bei mir stand

00:03:20: die Familienplanung im Vordergrund und war

00:03:23: erst mal am Anfang hier.

00:03:24: keine Schwester auf verschiedenen Stationen und im weiteren Verlauf hab' ich dann Pflegemanagement in Bachelor & Master studiert und bin dann irgendwann in der Pflegedienstleitung als Pflege-Dienstleitung einfach beschäftigt gewesen.

00:03:40: Und ich bin jetzt seit im Jahr

00:03:42: die Pflegedirektorin.

00:03:44: Mein Name ist Kai Sturmfels, ich bin seit dem ersten, erst im Jahr den Kaufmännischen Direktor hier im Hause.

00:03:53: habe davor

00:03:54: über fünfundzwanzig Jahre den Aufsichtsrat geleitet und beim Mitglied des aufsichtsrates kommen also eher aus der Strategie, Ecke oder aus der strategischen Sicht oder der strategischem Begleitung des Hauses.

00:04:06: Und hab jetzt mal gewechselt in die operative Verantwortung, die mir insbesondere im Team großen Spaß macht.

00:04:14: ja und wir gucken eben dass wir das Haus gemeinsam weiterentwickeln und erfolgreich machen.

00:04:20: mich würde jetzt noch interessieren Womit macht das Klinikum eigentlich Geld?

00:04:23: Können Sie mal ein paar Beispiele nennen, also was ist jetzt profitabel und womit machen wir vielleicht eher sogar Verlust.

00:04:31: Ja die Bereiche gibt es in der Tat.

00:04:33: ich will mal mit den Cash-Cows so nett man das ja Neudeutsch beginnen.

00:04:38: da ist sicherlich die Kardiologie zu nennen auch eine der größten Kliniken, die wir haben.

00:04:43: Aber auf die Klinik von Professor Pfaffenbach also die Gastroenterologie das sind die Cash-Course, also die innere Medizin, die Geriatrie würde ich auch dazu zählen und die Unfallchirurgie.

00:04:56: auch damit verdienen wir Geld.

00:04:59: es gibt auf der anderen Seite aber auch Bereiche Die sind schwierig.

00:05:03: Und da haben wir eben anderes Verständnis als kommunal geführtes Haus oder als kommunales Haus, als die privaten Träger und das spreche ich insbesondere in die Geburtshilfe an.

00:05:18: der traditionell mit dem man traditionell eigentlich kein Geld verdienen kann.

00:05:22: Das muss also quer subventioniert werden, das ist aber eine bewusste strategische Entscheidung die wir da in den Bereich auch getroffen haben weil wir schon möchten uns als Gesundheitsdienstleister der Solinger und Solingerinnen verstehen, da wir auch weiterhin möchten dass es Solinger- und Solingeren gibt, die in Solingen geboren sind hat das für uns einen hohen strategischen Wert.

00:05:43: Und ich will noch einen zweiten Bereich nennen, der ähnlich schwierig ist in der Finanzierung.

00:05:47: Das sind die Kinderheilkunde also auch die Kinderabteilung.

00:05:52: Auch das ist jetzt am Solinger Klinikum kein Unikat sondern das gilt für alle Krankenhäuser in Deutschland.

00:05:59: Das ist ein problematischer Bereich aber auch da haben wir ganz klar eine strategische Entscheidung getroffen.

00:06:05: Weil wir eben für alle Solinger da sein möchten von jung bis alt, ist es uns eben sehr wichtig auch eine Kinderabteilung vorzuhalten mit einer Intensivstation.

00:06:16: Die dann eben auch als Komplementär Abteilungen gerade für die Geburtshilfe sehr, sehr wichtig ist.

00:06:21: Das sind so die Bereiche, die wir dann eher quer subventionieren aber das tun wir denn gerne.

00:06:26: Herr Professor Pfaffenbach was ja große Schlagzeilen gemacht hat auch hier in Solingen ist eben dass im Klinikum in der Nudeaufnahme sogar mehr Patienten im letzten Jahr, was glaube ich behandelt wurden als in der Uniklinik in Düsseldorf.

00:06:40: Also die Nachfrage nach der Notaufnahme ist sehr groß und oft sehr voll.

00:06:47: Jetzt wird oft diskutiert.

00:06:49: es gibt nämlich auch viele Menschen, die mit Beschwerden nicht unbedingt in der Not-Aufnahme behandelt werden müssen sondern vielleicht mehr beim Hausarzt.

00:06:59: Die Gelenkbeschwerden die seit Monaten bestehen beispielsweise.

00:07:04: Gibt es da hier im Klinikum Solingen Ideen, Daten, Vorschläge wie man mit so was umgehen kann?

00:07:12: oder haben Sie selber sich das schon mal Gedanken darüber gemacht?

00:07:15: Also Gedanken drüber gemacht habe ich mich als Ärztin direkt der UNW im Team natürlich auch mit den Bahnen und ja Playern in der Zentranotaufnahme des Ärztepflegenden und auch andere Berufsgruppen.

00:07:28: Wir sind über die letzten Jahre ein bisschen krisenerprobt und noch belastungsherprob, will ich mal so sagen.

00:07:32: Ich glaube, ein wichtiger Punkt ist in der akuten oder in der kurzfristigen Situation sich wertschätzend und anerkennend zu verhalten.

00:07:41: Ich glaub das ist schonmal ein wichtiger punkt weil uns ist allen klar, die Patienten, die kommen wollen und müssen behandelt werden.

00:07:48: Das ist erstmal so das erste was wir haben.

00:07:51: natürlich reagieren wir darauf gemeinsam auch mit unserer Personalabteilung natürlich.

00:07:57: Wie können wir das denn personal hinkriegen?

00:07:59: Setzen, dass eben den Anforderungen genüge getan wird also Anpassung von Rahmendienstplänen, Anpassungen von Stellen.

00:08:06: Das haben wir aber alles getan soweit wir das tun können.

00:08:09: Also ich meine Wir haben sehr viel getan um eben diese Versorgung die wir ja auch Schultern müssen für Solingen abbilden zu können.

00:08:19: Ja das ist das was wir im Moment tun können.

00:08:22: Darüber hinaus entwickeln wir natürlich Konzepte wie viele Kliniken, wie wollen wir denn zukünftig mit der Situation umgehen?

00:08:29: Es gibt Überlegungen zur

00:08:30: Umstrukturierung.

00:08:31: Es kommt Überlegung zur Einbindung der niedergelassenen Kollegen in die Versorgung.

00:08:36: Es werden auch andere in den nächsten Jahren Modelle auf uns zukommen, die wir zu Schultern haben.

00:08:41: also ich würde mal sagen im Moment machen wir das, was wir tun können über eine Nähe zu den Mitarbeitern und versuchen das personell abzubilden.

00:08:50: Strukturell werden wir sicher in den nächsten Jahren etwas verändern müssen denn so kann es auf die Dauer

00:08:54: auch nicht bleiben.

00:08:56: Das betrifft die beiden vielleicht ein bisschen mehr als mich.

00:08:58: Auch der finanzielle Rahmen wird natürlich immer dünner.

00:09:04: Ist das hier primär ein Infrastrukturproblem?

00:09:08: Ist es ein Personalproblem dass jetzt quasi in der Notaufnahme nicht mehr geleistet werden kann?

00:09:15: Das ist letztendlich wahrscheinlich ein generelles, ich will mal sagen bundesweites Problem.

00:09:18: Dass eben die Notaufnahmen sehr stark angesteuert werden von Patienten, die entweder sehen okay da ist ein guter Anbieter.

00:09:26: die Leistung möchte ich gerne haben innerhalb des Klinikums das tun wir ja auch.

00:09:30: Häufig ist es auch so, dass die Patientinnen und Patienten dann außen bei den Kollegen draußen auch nicht rechtzeitig Termine bekommen.

00:09:38: Sie sind nicht in der nicht vierundzwanzig Stunden da, wenngleich wir hier natürlich eine Praxis der KV am Ort haben.

00:09:44: Also insofern leisten sie natürlich ihren Beitrag.

00:09:48: ja also ich will mir können glaube ich keinen Vorwurf machen.

00:09:51: dem Patienten erst recht nicht alle wollen versorgt werden.

00:09:54: Geld ist knapp und die Ressourcen sind

00:09:56: knapp.

00:09:56: Jetzt ist aktuell ein neues Gesetz von Nina Warken, der Gesundheitsministerin im Gespräch.

00:10:03: Wo es eine große Reform, wo so meine Großreformen

00:10:05: gesundheitswesen

00:10:06: geht?

00:10:07: Der Grund ist ohne Reform sozusagen die Gesundheitsministerinnen selber droht setzten sieben zwanzig alleine einen Finanzloch von fünfzehn Milliarden Euro.

00:10:14: das wird bis zwei Jahrzehnte auf etwa dreißig Milliarden anwachsen könnte mit entsprechenden Anstiegen der Krankenversicherungsbeiträge was halt eben Arbeitnehmer und Arbeitgeber belasten würde.

00:10:26: Der Erzpräsident sagt dazu zum Beispiel, allen Beteiligten muss klar sein.

00:10:31: Es reicht nicht aus die eigenen Reformbeiträge möglichst gering zu halten und im Übrigen am Status quo festzuhalten.

00:10:37: Gefragt sei jetzt Bereitschaft zur echter Veränderung.

00:10:40: Was ist die Idee hinter dem Gesetz?

00:10:42: Eine unabhängige Expertenkommission wurde beauftragt und hat diese sixensechzig Reformvorschläge erarbeitet, wie Einsparungen eben gelingen können.

00:10:51: Dabei sind vierzig Milliarden Euro pro Jahr in Einsparung möglich, wenn man alle diese sechzechzig reform Vorschlägen umsetzen würde.

00:10:59: Davon wurde jetzt auch einiges in diesen Gesetzentwurf übernommen.

00:11:02: Und dieser Gesetzentwurf das sogenannte GKV Beitrags Satz Stabilisierungsgesetz hat nicht nur einen sehr Guten Titel.

00:11:11: Sondern sollen damit insgesamt, um drei Milliarden Euro eingespart werden jedes Jahr etwa siebzig Prozent davon aus diversen Verkütungsbegrenzungen und Einsparungen eben bei Praxen, Kliniken und auch bei Arzneimittelherstellern.

00:11:24: Patienten sollen etwa fünfzehnt Prozent beisteuern.

00:11:27: was kürzt so zum Beispiel dazu ich werde natürlich nicht alles nennen ist ein Riesenpaket.

00:11:31: Übernahme von Homöopathie soll zB wegfallen die Anhämung der Beitragsmessungsgrenze um dreihundert Euro im Monat.

00:11:38: Zuzahlungen zu Medikamenten werden teurer.

00:11:39: Das hat sich in den letzten zwanzig Jahren nicht verändert, also es wird von fünf Euro auf sieben Euro fünfzig erhöht.

00:11:46: Verwaltungskosten und Werbeausgaben der Krankenkassen sollen sinken soll eine Zuckersteuer geben.

00:11:51: die Tabaksteuer soll erhöht werden.

00:11:53: Und was weit diskutiert wurde und sicherlich viele mitbekommen haben diese beitragsfreie Mitversicherung von Ehe-Partnern Soll eben beendet werden bzw.

00:12:00: ab zwei tausend achtundzwanzig sollen Versicherte für nicht versicherte Partner, zwei Komma fünf Prozent des beitragsfähigen Einkommenszahlen.

00:12:10: ausgenommen sind dabei Kinder ähm also Eltern mit Kindern unter sieben Jahren.

00:12:13: Kinder mit Behinderung pflegende Angehörige und Rentner.

00:12:18: Jetzt kommen wir mal konkret zu Klinikenpraxen und Apotheken.

00:12:21: Da steht zum Beispiel drin, Zusatzvergütungen sollen wegfallen, Preise und Vergütung sollen künftig grundsätzlich an die Entwicklung der Einnahmen gekoppelt werden das Pflegebudget für Klinikensäure gedeckelt werden und Abrechnungen sollen stärker überprüft werden.

00:12:37: Der Bund selber sollte laut der Expertenkommission vor allem diese zwölf Milliarden, die jedes Jahr für die Krankenversicherung der Bürgergeldempfänger anfällt, übernehmen will der Bund aber nicht.

00:12:49: Außerdem streicht der Bund den Zuschuss zur GKV bis zum Jahr zwei Milliarden Euro sogar, also es fällt sogar noch etwas weg.

00:12:58: Was kommt jetzt?

00:12:58: Also man hat sich auf diesen Gesetzentwurf im Kabinett geeinigt.

00:13:02: Jetzt geht das ganze Parlamentarische Verfahren und wahrscheinlich im Juli soll das Gesetz beschlossen werden wenn es nicht noch Änderungen gibt.

00:13:11: Es ist alles viel.

00:13:13: Das Gesetz ist sehr komplex, da steht sehr viel drin.

00:13:15: Jetzt würde ich Sie erst mal fragen was halten sich von diesem Entwurf und was würde das eigentlich fürs Klinikum Sohlingen bedeuten?

00:13:24: Ja gute Frage!

00:13:25: Was halte ich davon?

00:13:27: Also erstmal habe ich Verständnis dafür dass wir die Gesundheitsausgaben in Deutschland reduzieren wollen.

00:13:35: Wir liegen da ziemlich mit einer Spitze.

00:13:38: Es gibt ein Land, das ist uneinholbar, sage ich mal an erster Stelle weil das System auch ineffizient ist, dass sind die USA so.

00:13:48: mit denen können wir uns da und wollen wir uns auch nicht messen.

00:13:51: Und wenn wir uns mit den europäischen Staaten vergleichen dann sind wir mit der Schweiz so ziemlich am erster stelle.

00:13:59: Das heißt was was vergleichem wir da?

00:14:03: Wir sehen einmal die Wirtschaftskraft Bruttoinlandsprodukt, was man da heranzieht und dann stellt man die Frage wie viel Prozent dieses Brutto-Inlandsprodukt wird für Gesundheit ausgegeben.

00:14:15: Da liegen wir ja wie lange immer so bei zehn Prozent ungefähr.

00:14:20: das ist auch gar nicht so schlecht.

00:14:22: sind wir eigentlich weltweit auch im Mittelfeld mit schonen aber wir sind jetzt bei zwölf Prozent ungefähr und nähern uns in dreizehn Prozent.

00:14:32: Klar, wenn wir natürlich jetzt ein deutliches Wirtschaftswachstum hätten, dann wird das auch schon wieder anders aussehen.

00:14:37: Hätten wir vielleicht auch nicht die großen Probleme.

00:14:40: aber nochmal ich denke es ist schon erstmal grundsätzlich richtig dass Frau Wagen das anfasst.

00:14:47: sie muss das auch anfassen.

00:14:49: Ich finde nur wenn man jetzt mal die Krankenhäuser betrachten Man muss sich doch erst einmal fragen Wenn wir jetzt der Meinung sind Wir geben zu viel für Krankenhausbehandlung aus Wo dran liegt das denn überhaupt?

00:15:03: Und da würde ich dann auch mal ansetzen.

00:15:06: Also was jetzt zur Zeit, insbesondere neben anderen Dingen vorgesehen ist, dass man einfach drei Jahre hintereinander uns bei der Preisanhebung ein Prozent wegstreicht.

00:15:19: Das hatte ich also erst einmal für dich sachgerecht.

00:15:22: unsere Preise sind im internationalen Vergleich eher niedrig.

00:15:28: Wir haben in den letzten Jahren unsere Lohnsteigerungen nicht refinanziert bekommen und daran jetzt nochmal den Rotstift anzusetzen.

00:15:35: Und das über drei Jahre hinweg, das werden wir auch in Sohlinge so nicht verkraften.

00:15:41: Das sind ungefähr zwölf Millionen Euro im Jahr die wir einsparen müssen.

00:15:45: Das sehe ich nicht wo wir die einspare können.

00:15:49: also das muss ganz klar in diesem Gesetz weg.

00:15:52: Der zweite große Bereich ist das Thema Pflege.

00:15:57: Und da sage ich mal, ja okay wenn uns das Geld jetzt ausgegangen ist und wir das Geld nicht mehr haben um zusätzliche Pflegekräfte in Deutschland zu finanzieren.

00:16:07: Das ist natürlich bedauerlich aber muss man zur Kenntnis nehmen dann Ist das so?

00:16:16: Dann muss das auch nur ein Auremaß gemacht werden also eine reine Deckelung.

00:16:21: Wir reden jetzt eher über eine Senkung sogar des pflegebudgets.

00:16:24: Das halte ich für eine absolute Kassastrophe, es geht nicht.

00:16:28: Wir haben Frau Zinn wird da sicherlich gleich auch noch mehr dazu sagen können aber wir haben hier wahnsinnige Aktionen durchgeführt.

00:16:41: unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Frau Zin die Personalabteilung haben ein super Job gemacht um ganz viele Pflegekräfte die wir dringend benötigt haben weil wir unterbesetzt waren, hier ans Klinikum zu holen.

00:16:53: Jetzt haben wir eine gute Besetzung und das darf nicht gefährdet werden.

00:16:58: Ich habe aber Verständnis dafür wenn wir jetzt sagen also wir können da nicht noch mehr aufsatteln.

00:17:03: Eine gewisse Anbindung an allgemeine Preisteigerungen sage ich mal vereinfacht finde ich okay so und dann muss man auch die Wahrheit auf den Tisch bringen.

00:17:16: Das sind ungefähr zehn Prozent, die jedes Jahr das Pflegebudget in Deutschland angehoben wurden aufgrund der zusätzlichen Pflegekräfte.

00:17:24: Wenn das jetzt wegfällt ist es schon eine erhebliche Einsparung, die die Kliniken haben und bei den Klinik realisieren können.

00:17:36: also das denke ich mal das ist akzeptabel.

00:17:41: dann würde ich noch eine Sache vielleicht ganz kurz sagen Wo setzt man denn jetzt an, wo wird eigentlich zu viel ausgegeben?

00:17:50: Also wir haben zu viele Krankenhäuser in Deutschland.

00:17:53: Wir haben zuviele Betten, zuviel Angebot wenn man es ganz einfach sagen will.

00:18:00: Diese Krankenhäuser die Krankenhausleistungen werden eigentlich zu häufig in Anspruch genommen.

00:18:06: alles im internationalen Vergleich So auch die Mitarbeiter in der ZNA, die wissen das auch ist gerade schon berichtet worden.

00:18:16: Dass eigentlich zu viele Menschen unsere Notaufnahme auch ambulant in Anspruch nehmen und da würde ich ansetzen mir ist es einfach zu ideenlos zu sagen Ich kürze da einfach mal ein Prozent raus.

00:18:30: also man könnte zum Beispiel es haben andere Länder ja auch gemacht ich weiß dass das nicht populär ist aber dass man eine Zuzahlung für solche ambulante Notfallversorgung macht.

00:18:43: Da geht es nicht um das Geld, was die Leute zahlen sollen.

00:18:45: aber wenn ich zum Beispiel fünfzig Euro dafür bezahlen muss dann bezahle ich die fünfzig euro sehr gern.

00:18:51: wenn ich echte Probleme habe da rede ich über das geld nicht.

00:18:56: ja dass ist es mir alle mal wert.

00:18:58: hab ich aber ein bisschen Zahnschmerzen oder einen dicken Fuß oder so etwas Dann würde ich warten und am Montag oder Dienstag vielleicht zum niedergelassenen Arzt gehen und dann brauche ich das nicht bezahlen.

00:19:11: Ja, also es gibt so viele Modelle auch weltweit die sich bewährt haben und die fehlen mir in diesem Gesetz.

00:19:18: Ich will das nochmal aufgreifen und zwar aus zwei Blickwinkeln weil ich einmal das Gefühl habe dass ein großes Ungleichgewicht ist oder die Lastenverteilung, sagen wir mal so dieser sixty-vorschläge oder insbesondere was die Bundesregierung daraus gemacht hat.

00:19:36: Wenn man das mal in Zahlen ausdrückt auf der globalen Ebene dann sind das dreißig Milliarden Euro Einsparvolumen für das Krankenhaus in den nächsten drei Jahren und das ist übermäßig viel So und da hätten wir uns gewünscht, dass man damit mehr Augenmaß rangeht.

00:19:56: Weil das eben schlichtweg für die Krankenhäuser sowohl für das Krankenhaus in Soling aber auch für die Krankhauslandschaft in Deutschland so nicht gangbar ist.

00:20:04: Das ist wirtschaftlich nicht tragbar.

00:20:06: Warum ist es nicht tragba?

00:20:07: Und das ist der zweite Blickwinkel Wir reden ja hier nicht über einen freien Markt, sondern wir reden über einen regulierten Markt.

00:20:14: Das heißt, wir können die Preise für die Behandlungen und Operationen nicht frei bestimmen.

00:20:19: Wir können also jetzt nicht hergehen und sagen okay es gibt jetzt eine Operation und da nehmen wir tausend Euro für, sondern eben sind die Preisen vorgegeben.

00:20:27: Und das ist ein Riesenproblem!

00:20:29: Wir haben eben Inflation, wir haben Kostensteigerung, Personalkostensteigerungen durch Tarifsteigerungs- Und die werden eben refinanziert durch die Erhöhung der sogenannten Landesbasisfallwerte.

00:20:42: So, das ist diese jährliche Erhörung von dem wir eben gesprochen haben so dass wir Tariferhöhungen haben.

00:20:47: in Zukunft ist zu sicher wie das Arm in der Kirche.

00:20:50: Das gleiche gilt für die Inflationen Für Lebensmittel für Energie und was weiß ich nicht alles?

00:20:55: Statt diese Steigerung refinanzieren zu bekommen will uns die Bundesregierung jedes Jahr ein Prozent wegnehmen.

00:21:03: Das heißt, die Kostenerlös-Schere geht immer weiter auseinander und irgendwann geht das nicht mehr gut.

00:21:10: So, das kann man machen aber dann hat man eben einen ungeplantes Krankenaussterben in Deutschland und das finde ich ist nicht der richtige Weg sondern das haben wir in den anderen Ländern gut vorgemacht.

00:21:21: Das hat denen mal gut vor gemacht.

00:21:23: Das haben die Niederlande gut vorgedacht Die haben auch eine Krankenhausreform angestoßen.

00:21:28: Die haben aber erst mal, wenn man das auch richtigerweise so tut, vernünftig Geld zur Verfügung gestellt um eben diese Reformschritte anzugehen und das würden wir eben auch erwarten.

00:21:39: Wir sind ja gar nicht unwillig.

00:21:40: Wir sehen das ja auch.

00:21:41: Das hat Martin Irversmann ja ja richtiger Weise beschrieben.

00:21:44: Wir wollen ja auch dass die Krankenkassen stabil sind.

00:21:48: Aber wir brauchen Armeerzeit.

00:21:50: Wir brauchen mehr Augenmaß bei den Punkten Und wir brauchen tatsächlich mehr Unterstützung und mehr Kreativität.

00:21:59: Also, wir sind ja durchaus bereit – das ist ja eben angesprochen worden – uns mehr in Richtung ambulante Versorgung zu bewegen.

00:22:07: Da kann man sicherlich einiges heben.

00:22:08: Man kann über die Frage nachdenken, wieso haben wir in Deutschland drei gesetzliche Krankenkassen?

00:22:19: Macht das Sinn?

00:22:20: Reichen nicht zehn oder zwanzig?

00:22:22: Das ist natürlich jetzt ein Stück weit übertrieben.

00:22:24: aber Haben wir tatsächlich ein Wettbewerb bei den Krankenkassen oder haben wir das nicht?

00:22:28: Ich nehme, dass er nicht so war.

00:22:30: Also es gibt einen Strauß von Maßnahmen die unser Spitzenverband die Krankenhausgesellschaft vorgeschlagen hat, die nicht aufgegriffen worden sind völlig unverständlich.

00:22:42: Und das was ich nochmal sagen möchte, also ich glaube den Krankenhäusern werden hier Maßnahmen aufgedrückt die sie quasi adrosseln und die wirtschaftlich so nicht tragbar sind.

00:22:53: Wir machen alle das Geschäft schon sehr lange und das muss sich ganz ehrlich sagen.

00:22:57: so eine dramatische Situation wie Sie heute haben oder wie Sie sich abzeichnet muss man richtigerweise sagen wenn das Gesetz so verabschiedet wird.

00:23:05: Das hat keiner von uns im Raum jemals in Ansätzen erlebt ermöglicht es uns nicht, uns vernünftig zu entwickeln.

00:23:15: Und auch das muss man ehrlicherweise sagen wenn die Politik da ernst macht dann muss man mit Leistungseinschränkungen ganz klar rechnen.

00:23:25: Das ist dann unabdingbar.

00:23:27: Frau Zinn ich komme euch noch auf die Pläne mit der Pflegeversicherung, die die Bundesregierung ja auch hat jetzt aber auch erst

00:23:34: mal noch zu diesem

00:23:35: Gesetz.

00:23:36: eben was ist denn ja die Sichtweise von Ihnen?

00:23:38: Was die Sichtweise aus der Pflege?

00:23:40: Also für die Pflege ist das sehr, sehr schwer und das ist auch eine ganz schwierige Diskussion für uns.

00:23:45: Weil wir sehr weit in den Fokus gerückt werden bei dem Gesetz weil es wird jeder redet über die Pflege und ich bin mir nicht so richtig bewusst darüber ob alle wissen was das eigentlich heißt.

00:23:57: Wir kommen aus einer absolut schlechten Situation der Pflegekräfte und zwar dort ganz deutschlandweit Und das nicht nur im Krankenhaus, sondern auch in der Altenpflege.

00:24:06: In allen pflegirischen Berufen und wir haben in den letzten Jahren weil das dann doch irgendwann erkannt worden ist Wir waren zum Teil soweit dass Krankenhäuser Betten schließen mussten Nicht weil der Arzt nicht seine Leistung bringen konnte nicht Weil die Patienten nicht da waren Sondern weil die Pflegekräfte nicht da war ganz dramatisch in der Corona-Krise irgendwann gewesen und wir waren da auf dem absoluten Tiefstand.

00:24:31: Auch das schon sind politische Auswirkungen der Vergangenheit gewesen, wo man nämlich auch desolate Finanzierungssituation der Krankenhäuser darüber in Griff gekriegt hat über die größte Berufsgruppe Geld einzusparen Und deswegen ist Pflege schlecht besetzt gewesen.

00:24:47: eine Vielfalt von Gesetzen, die dann dafür sorgen sollte das Pflege besser gestellt wird.

00:24:54: Das hat angefangen mit der Personaluntergrenze und... Das ist auch immer ein Satz, den ich sehr interessant finde.

00:25:01: Weil alle sagen ja das ist dann eure Besetzung aber in dem Wort steckt schon drin.

00:25:05: Das ist die Untergrenze.

00:25:07: Die haben wir dann über Sanktionsmaßnahmen mit Achung krach

00:25:11: erreicht.

00:25:11: also wir haben immer wieder weiter versucht Pflege zu besetzen und dass auch wirklich gut hinzukriegen.

00:25:18: Jetzt sind wir inzwischen an einem Punkt, wo wir zumindest hier in Solingen sagen können.

00:25:22: Professor Eversmeyer hat es ja gerade schon gesagt Wir haben unfassbar viele Anstrengungen auf uns genommen und das hat auch etwas mit Mitarbeitern zu tun.

00:25:29: Der neue Mitarbeiter und so viele Mitarbeiter zu integrieren bedeutet was für den Rest.

00:25:35: jetzt sind wir gut besetzt?

00:25:37: Und für uns ist es im Moment zum Punkt wo ich sicherlich – und das kann ich hier für unser Krankenhaus auch sagen – wir singen gut besitzt und es wäre gut wenn wir das Budget

00:25:46: halten

00:25:46: dürften und da würde ich auch immer den Beitrag der Pflege sehen, aber ein Absenken in der Pflegelleistung führt zu Schließungen von Betten.

00:25:56: Und man muss die Prognose der Pflegel einfach im Augenbau

00:25:59: behalten.

00:26:00: Ich habe oder deutschlandweit ist es so dass wir sechsenvierzig Prozent aller pflegekräfte sind über forty fünf Jahre.

00:26:06: Wir haben einen Drittel unserer pflegekräfte sind.

00:26:11: Das heißt, man kann sich überlegen wann die zum Teil ja alle auch deutlich früher in Rente gehen als vielleicht üblich ist?

00:26:17: Die haben eine lange Lebensarbeitszeit gehabt und ab fünfundvierzig Jahre können sie in Rnte gehen.

00:26:21: das fängt halt nur mal mit der Ausbildung an und viele gehen mit rein sechzig spätestens aber mit fünfundsechzig im Rente.

00:26:29: wir werden in den nächsten Jahren unfassbar viele Menschen in Rente verlieren.

00:26:33: Und man muss sich überlegen, das sind alles Menschen die Leistungsträger bei uns sind, die viele Jahre Berufserfahrungen haben und Pflege- und Medizin

00:26:42: Das

00:26:42: sind zwei Dinge, die man nicht nur lernen kann Sondern da muss man Berufserfahrung haben.

00:26:46: und die Leute, die kompetent sind, dass sind die, die langjährig hier bei uns tätig waren.

00:26:51: Wenn ich heute versuche durch ganz viele Programme Wir machen Aquise in Indien.

00:26:56: wir haben unfassbare viele Menschen mit Examen aus Allerherrenländer hier nach Solingen geholt, die uns auch bestens jetzt unterstützen.

00:27:04: Wir haben eine ganz tolle neue Akademie gebaut und wollen damit halt auch ein Zeichen setzen dass dem Klinikum Solingen Pflege wichtig ist in einer so professionellen Schule sage ich ganz ehrlich habe ich nicht gelernt und ich freue mich für unsere Auszubildenden das sie das jetzt können.

00:27:21: also wir setzen hier ganz viele zeichen.

00:27:23: wir machen in der Praxis ganz viel.

00:27:24: wir haben hier im Projekt laufen Schüler leiten Stationen traktiv sein.

00:27:29: Wir wollen die Menschen das

00:27:30: beibringen

00:27:31: und dennoch sind das Berufsanfänger, die werden, die langjährig erfahren nicht ohne weiteres ersetzen können.

00:27:37: Und irgendwann wenn wir jetzt wieder einen Defizit geraten dann kriegen wir das bei aller Anstrengung nicht mehr aufgeholt.

00:27:44: Das ist das wo ich am meisten Sorge vor habe weil es auch Menschen demotiviert.

00:27:49: Die haben sich jetzt unglaublich angestrengt.

00:27:52: dass wird das hinkriegen.

00:27:53: Es geht in Pflege- und Medizin v.a.

00:27:55: um Qualität an Patienten Und das wird von uns erwartet.

00:27:59: Das möchte der Patient und ich möchte, dass auch ehrlicherweise für alle Patienten und alle die jemals ins Krankenhaus kommen, dass sie dort gut und sicher versorgt sind.

00:28:07: und dazu müssen aber fähige Menschen vor Ort sein.

00:28:10: Und das kann man nicht wenn man wie ein Durchlauferhitzer versucht immer wieder nachzubesetzen.

00:28:16: Das

00:28:16: wird dann schwierig.

00:28:17: Ja Ich würde noch mal versuchen so ein bisschen für alle auf den Punkt zu bringen Wie könnte jetzt eigentlich ein Sparpaket fürs Krankenhaus aussehen?

00:28:29: Fangen wir mal auf der negativen Seite an.

00:28:32: Also unsere Preise sind schon nicht auskömmlich, siebzig-achtzig Prozent der Krankenhäuser sind in Deutschland in roten Zahlen und das liegt daran so.

00:28:43: Jetzt kann man natürlich fragen ja dass trotzdem wird doch viel im Krankenhausbereich zusätzlich ausgegeben.

00:28:50: Da muss man ganz fair einfach sagen, wir haben nach der Corona-Pandemie die höchsten Lohnsteigerungen überhaupt gehabt.

00:29:01: Ich blicke jetzt mal zurück auf die Jahre

00:29:04: XXIII.,

00:29:04: Vierundzwanzig, Fünfundzwanzige hatten wir hier im Bereich und das ist überhaupt kein Vorwurf der Pflege und vor allem auch des ärztlichen Dienstes.

00:29:13: Lohn Steigerung von vierzig Prozent.

00:29:15: Das hatten wir noch nie so.

00:29:17: Die sind nicht refinanziert worden.

00:29:21: Und jetzt da nochmal dreimal ein Prozent abzuziehen von einer unzureichenden Refinanzierung, das ist schlicht und ergreifend nicht möglich.

00:29:32: Das heißt wir müssen – wenn wir einsparen müssen, deswegen gebe ich zu – dafür einen Ersatz finden.

00:29:39: Also das muss aus dem Gesetz raus weil es einfach nicht umsetzbar ist.

00:29:44: Es wird uns alle das Genick brechen.

00:29:47: Es ist schicht untergreifen nicht umsetzbar!

00:29:49: So, wo können wir jetzt Geld einsparen?

00:29:52: Wir haben das jetzt mehrfach angesprochen.

00:29:55: Das fällt uns ein bisschen schwer aber wir haben Pflege aufgebaut die Besetzung ist besser geworden und wenn wir jetzt nicht noch weiter die Besetzungen aufbauen können und da bin ich jetzt auch ganz fair und sage nein das Geld steht im Moment nicht zur Verfügung.

00:30:14: Ich hoffe dass wir bald unsere Krisen in der Welt bewältigen mehr Wirtschaftswachstum haben.

00:30:19: Vielleicht können wir dann da wieder anknüpfen, aber damit soll jetzt erst mal ein Stoppschild

00:30:24: machen.".

00:30:25: Das wird ungefähr zwei bis drei Milliarden Einsparungen bei den Krankenkassen auslösen – also nicht die Absenkung sondern eine ganz normale Anhebung und nicht zehn Prozentanhebung, die wir in den letzten Jahren gehabt haben.

00:30:43: Zweites Thema verstärkte Ambulantisierung Auch wenn es einige Krankenhäuser vielleicht nicht gerne hören.

00:30:52: Ich glaube, da müssen wir noch schneller werden und auch dort können wir die nächsten zwei bis drei Milliarden im Krankenhausbereich einsparen.

00:31:01: Stichwort Dort ist ein bisschen schwierig das alles zu vermitteln.

00:31:05: Wir reden heute über Hybriddiages Wenn man erklären ganz einfach was das ist.

00:31:10: Also Die Krankenhäuser bekommen weniger Geld für die Behandlung von Patienten wo sie selber auswählen können, kann ich den Patient ambulant also an einem Tag morgens reinkommen ins Krankenhaus abends wieder nach Hause gehen.

00:31:26: Kann ich ihn ambulant behandeln oder vielleicht muss er ein zwei Tage übernachten.

00:31:31: so das könnte man in der Tat noch weiter ausbauen.

00:31:36: da sehen wir weltweit dass dann noch mehr möglich ist und dann könnte man da sicherlich auch die nächsten ein zwei Milliarden einsparen.

00:31:45: Das wäre auch sachgerecht.

00:31:48: Und das Zweite ist, es ist ja eine Krankenhausreform durch ein lauter Bach auf den Weg gebracht worden und da müssen wir schneller werden.

00:31:56: Und dass hängt an den Bundesländern.

00:31:58: Das ist nicht der Bund, dem man hier den Vorwurf machen muss.

00:32:01: die Bundesländer haben sich auf dem Weg gemacht.

00:32:04: Ich würde mal sagen Ja auch da würde ich vielleicht jetzt ein bisschen Schelte bekommen.

00:32:09: Wir haben tausend siebenhundert Krankenhäuser in Deutschland.

00:32:12: Tausend, einhundert, tausend und zweihundert werden alle mal genug.

00:32:16: Wir haben ineffiziente Krankenhäuser oder viel zu kleine Krankenhäuser.

00:32:20: Warum setzt man hier?

00:32:22: Warum hat man nicht die Mut in das Gesetz reinzubringen und sagen jedes Jahr müssen hundert Krankenh Häuser in Deutschland geschlossen werden?

00:32:29: so Das muss man natürlich mit den Bundesländern ausarbeiten.

00:32:32: Wie komme ich dazu?

00:32:33: wie kann ich da schneller werden?

00:32:35: Da werden die Krankenkassen Geld sparen Und auch die Bundesländer wird Geld sparn weil sie die Investitionen nicht finanzieren können.

00:32:43: Warum sage ich das?

00:32:44: Nur mal auch eine Zahl, wenn ein Krankenhaus geschlossen wird dann tauchen diese Patienten in den umliegenden Krankenhäusern nicht zu hundert Prozent mehr auf.

00:32:55: Gibt es viele Studien drüber ungefähr zwanzig dreißig Prozent tauchen nie wieder auf.

00:33:02: Können Sie sich lange fragen wo dran liegt das?

00:33:05: Das liegt einfach daran dass eben das Angebot auch eine Nachfrage schafft.

00:33:10: habe ich nicht zu viel Angebot, dann habe ich auch weniger Patienten und da bleibt jetzt keine Aufentstrecke.

00:33:19: Und das wäre eine echte Reform!

00:33:22: Das wünsche ich mir eigentlich dass das noch reinkommt damit wir genau da wo wir unsere Probleme haben, wo wir besser werden müssen, dass wir da auch ansetzen und Geld sparen.

00:33:33: In der Welt hat sich in den letzten zwanzig Jahren sehr viel verändert.

00:33:36: was hat sich denn so in den vergangenen Jahren hier im Klinikum Solingen

00:33:39: verändert?

00:33:41: Dann eine ganze Menge hat sich verändert und ich will mal nur die letzten fünf Jahre herausstreichen,

00:33:47: weil

00:33:48: ich glaube das waren schon grundlegende Dinge, die sich verändert haben.

00:33:52: Wir haben Ende des Jahrhunderts einen Grundlegenden strategischen Entscheidungen für dieses Haus treffen müssen.

00:34:03: Nämlich die eine Alternative wäre gewesen wir schrumpfen uns gesund.

00:34:10: Mittelgroßes Stadtkrankenhaus ohne überregionale Bedeutung.

00:34:16: Dafür haben wir uns bewusst nicht entschieden, sondern wir haben gesagt Nein!

00:34:19: Wir möchten gerne ein Haus der Maximalversorgung in kommunaler Hand bleiben und wir geben jetzt nochmal richtig Gas.

00:34:25: Und wir möchten unser Portfolio unserer medizinisches Leistungsangebot erweitern und haben dann einen Masterplan aufgelegt und haben tatsächlich innerhalb kürzester Zeit unserem medizinisches Portfolium verändert.

00:34:37: Wir haben zum Beispiel die Rhythmologie in der Kranilogie neu etabliert als Subspezialisierung.

00:34:44: Wir haben die Onkologie, die onkologische Behandlung von Patienten etabiert am Haus als Subspezialisierung.

00:34:52: wir haben und das ist ganz besonders eine ... Die Altersmedizin hier in Soling ans Haus geholt.

00:34:58: in der Geriatrie, wir haben jetzt eine in Deutschland einmalige

00:35:01: Abteilung nämlich

00:35:03: eine Abteilung für Geriatrie und Nephrologie,

00:35:05: also für Nieren,

00:35:07: Leiden.

00:35:07: Und das ist auch in der Kombination sehr erfolgreich!

00:35:10: Wir bauen

00:35:11: ein Betten

00:35:12: im Haus mit ungefähr vierhundertdreißig Betten – mit Wahrleistungsstationen, also mit einer Aufenthaltsqualität, mit Hotelcharakter wirklich die Designs gleichen sucht und damit haben wir dann auch einen Alleinstellungsmerkmal hier im Bergischen Land.

00:35:28: Das freut uns für die Patienten in Zukunft, das freut aber auch für die Mitarbeiter.

00:35:32: Die nämlich in der ganz anderen Arbeitsatmosphäre unterwegs sind.

00:35:36: Dieses Bettenhaus

00:35:37: wird ein Hubschauber-Landeplatz

00:35:39: vorsehen.

00:35:40: damit werden wir überregionales Traumazentrum werden also in der Notfallversorgung noch mal ein neues Kapitel aufschlagen können.

00:35:49: Wir werden eine neue Intensivstation dort bauen mit größeren Kapazitäten, weil auch das uns im Augenblick ein Stück weit einschränkt.

00:35:57: Also die Intensivkapazitäten sind eigentlich zu gering, also wir hätten sie gerne

00:36:03: höher.

00:36:03: Es gibt eine ganze Menge auf die wir uns sehr freuen und sehen der Sache sehr positiv und der Zukunft mit dem Neube auch sehr positiv entgegen.

00:36:12: Im Radiomagazin Ninzehn-Nullvier haben wir heute Abend mit der Leitung des Klinikum Solingen gesprochen und das neue Gesundheitsspargesetz von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken analysiert.

00:36:23: Und auch über die Zukunft des Klingekums gesprochen.

00:36:26: Die nächste Sendung können Sie am fünften Juli wieder um Neunzehntnullvierzier hier bei Radio RSG hören.

00:36:33: Weitere Infos und Inhalte finden Sie auf Instagram unter Neunzenuhntnulvier, Radiumagazine.

00:36:38: Die Null wird ausgeschrieben!

00:36:40: Weil Sie einen Teil verpasst haben und sich die heutige Sendung oder eine ältere Sendung noch mal anhören möchten, finden Sie die Sendungen ab jetzt auch auf allen Gegenden Podcast-Plattformen wie Spotify oder Apple Podcast zum Beispiel.

00:36:51: Meinersmal Kamera!

00:36:53: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:36:54: Einen schönen Abend und bis zur nächsten Sendung.

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